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Erotik-News: Grand-Prix ohne Homosexuelle?

Ein beträchtlicher Teil der Fans und der Künstler des europaweiten Schlagerwettbewerbes ist nicht willkommen, wenn am 16. Mai das große Finale des Eurovision Song Contest in Moskau stattfindet. Bei der Übergabe der Grand-Prix-Stafette durch den letzten Austragungsort Belgrad warnte Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow bereits davor, Schwule und Lesben könnten den Eurovision Song Contest für öffentliche Paraden und Kundgebungen nutzen. Es werde die Zurschaustellung von Homosexualität an öffentliche Plätzen nicht geduldet, so Luschkow.
Das Demonstrationsverbot für Schwule und Lesben lernte GayRussia bereits kennen. Die Behörden verhinderten schon in den ersten Planungsschritten die geplante Parade. Die scherzhafte Idee von GayRussia eine „namensfremde“ Kundgebung stattfinden zu lassen, wurde von Moskauer Beamten abgelehnt. Damit wollte GayRussia das allgemeine Demonstrationsverbot eigentlich umgehen.
Die geplante Gegenaktion hatte das Thema: „Hämorrhoiden”.
„Der angegebene Demonstrationszweck sei nicht objektiv und stimme nicht mit den eigentlichen Zielen der Organisatoren überein.”, so die von der Stadtverwaltung abgegebene Begründung. Die Aktion sollte eigentlich am 1.April, dem Tag des Humors, stattfinden. Das Verbot der Veranstalter sehen die Veranstalter daher als Verletzung der Versammlungsfreiheit.
Sollten Schwule und Lesben in der russischen Hauptstadt zu offensiv auftreten, so müssten Sie sich auf Konflikte mit russischen Sicherheitsbehörden einstellen. Homosexualität steht seit 1993 nach dem Gesetz nicht mehr unter Strafe, jedoch begründete Luschkow die offene Diskriminierung von Schwulen und Lesben damit, dass die russische Gesellschaft die Art zu leben der Homosexuellen nicht akzeptiert.

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