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ANALSEX


Einige Männer mögen es nur zu ficken, andere möchten gerne nur gefickt werden. Viele mögen beides. Manche betrachten die Tatsache gefickt zu werden, als die ultimative schwule Sexpraktik und vergleichen es mit dem Verlust der Jungfräulichkeit. Die meisten können sich an ihr erstes Mal erinnern - entweder mit Lust oder mit Bedauern.
Unglücklicherweise stellt die Gesellschaft häufig ein negatives Bild des Mannes dar, der sich gerne ficken lässt, was sich auch in den Worten widerspiegelt, die man oft verwendet. In diesem Abschnitt benutze ich die Begriffe Top und Bottom. Doch es gibt viele andere Bezeichnungen:

• Diejenigen, die gerne ficken: »Top«, »Aktiver« oder »dominanter Partner«
• Diejenigen, die sich gerne ficken lassen: »Bottom«, »Passiver«
• Diejenigen, die beides mögen: »Versatile« oder »Switcher«

Wenn du gerade erst anfängst, hast du vielleicht etwas Angst davor, dass es dir wehtun kann (was nicht der Fall ist, wenn man es richtig macht) oder im Hinblick auf die möglichen Gesundheitsrisiken, wie zum Beispiel sexuell übertragbare Infektionen und HIV. Analsex ist darüber hinaus oftmals Anlass zu homophober Feindseligkeit. Viele schwule Männer werden manchmal mit Namen bezeichnet, die sich auf Analsex beziehen und dabei die Assoziation von falsch oder schmutzig hervorrufen, wie beispielsweise »Arschficker« oder »in der Scheisse orgeln« oder mildere, scheinbar harmlosere Sprüche wie »Bück dich, ich mach dich glücklich«. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass Männer von diesem Image loskommen möchten und sogar vor den möglichen Freuden des Analsex zurückschrecken. Für andere ist Analsex mit Begriffen wie Macht und Dominanz verbunden - die Vorstellung, gefickt zu werden, kann die Idee hervorrufen, nicht länger die Kontrolle zu haben und auf irgendeine Art minderwertig zu sein.

Wenn du Analsex ausprobieren möchtest oder es schon getan und« nicht als eine angenehme Erfahrung betrachtet hast, kommen hier ein paar Tipps, wie man am besten anfangt. Diejenigen, die schon genügend Erfahrung gesammelt haben, können die ersten Abschnitte überspringen und sich gleich mit der oft gestellten Frage beschäftigen, wie man einen grossen Schwanz aufnimmt und wie man besseren Analsex praktiziert.

Warum sich Analsex so gut anfühlt
Analsex kann zwei Männer in einzigartiger Weise zusammenbringen. Er kann ein sowohl emotional als auch körperlich kraftvoller Akt sein. Viele bezeichnen die Tatsache gefickt zu werden, als eine sehr psychologische Erfahrung; du musst dich entspannen und es zulassen, von jemandem dominiert zu werden. Natürlich ist es auch eine körperliche Erfahrung. Das Rektum ist mit zahlreichen Nervenfasern ausgestattet, diel die Dehnung registrieren können. Und dicht an der Wand des Rektum sitzt die Prostata. Du kannst sie fühlen, indem du ein paar Zentimeter eines Fingers in den Anus einführst und ihn in Richtung Bauchnabel bewegst. Die Prostata wird beim Analsex massiert und bereitet dir dadurch ein tiefes Lustgefühl. Sie ist das männliche Äquivalent zum G-Punkt der Frau. Der Top bezieht seine Lust aus der Reibung seines Penis im Anus, wobei ihn das permanente Stossen zum Orgasmus bringt.

Analsex für Anfänger
Wenn du Interesse an Analsex hast, fängst du am besten mit etwas Selbsterfahrung an. Es ist wirklich wichtig, deinen Anus und dein Rektum zu kennen, sodass du verstehen kannst, was passiert, wenn du gefickt wirst. Das Gute an der Selbsterfahrung ist, dass du es bei dir zu Hause machen kannst und zu einem Zeitpunkt der dir am besten passt. Selbsterfahrung wird dein Selbstvertrauen aufbauen und dir deine Grenzen begreifbar machen. Du denkst vielleicht, dass sich dein Arsch für eine Penetration niemals genug weiten wird. Doch der Analkanal kann sich ganz natürlich und einfach dehnen - dazu braucht es allerdings Zeit, Geduld und Verständnis.
Schau dir deinen Anus im Spiegel an. Am besten machst du es, indem du über dem Spiegel hockst. Das fühlt sich zu Beginn vielleicht etwas peinlich an, und du denkst möglicherweise, dass es falsch oder irgendwie pervers ist, so etwas zu tun. Aber das stimmt nicht. Das ist der erste Schritt in Richtung auf das richtige Verständnis deines Körpers. Dann nimm etwas Gleitcreme auf einen Finger und untersuche die feinen Fältchen an der Analöffnung. Das sollte sich gut anfühlen, da dieser Bereich mit Tausenden von Nervenfasern ausgestattet ist.
Dann versuche, die Spitze deines Fingers sanft in den Anus gleiten zu lassen. Wenn sich das gut anfühlt, kannst du kreisförmige Bewegungen in deinem Loch vornehmen. Es ist ganz entscheidend, sich Zeit zu nehmen. Atme aus, wenn du deinen Finger einführst, und versuche entspannt zu bleiben. Du kannst auch versuchen etwas zu drücken, so als ob du deinen Darm entleeren würdest. Das hilft dabei, den externen Schliessmuskel zu öffnen - das ist das kreisförmige Muskelband, das deinen Stuhlgang kontrolliert. Dann fühlst du vielleicht mit deinem Finger einen kleinen Widerstand. Das ist der innere Schliessmuskel. Mach dann eine Pause. Lass dir Zeit, es kann bis zu 30 Sekunden dauern, bevor er sich völlig entspannt. Wenn er sich entspannt hat, solltest du in der Lage sein, deinen Finger ein Stückchen weiter zu schieben. Du fühlst vielleicht eine intensive Erregung und wirst vielleicht auch geil. Doch nicht alle Männer bekommen auf diese Weise eine Erektion. Wenn du eine Erektion bekommst, kannst du masturbieren, während du deinen Anus weiter untersuchst. Du kannst dir auch eine kleine Sexfantasie vorstellen, was dir bestimmt dabei hilft, dieses neue Gefühl zu geniessen.

Wenn dieses Gebiet ganz neu für dich ist, dann ist dieser erste Schritt wahrscheinlich erst einmal ausreichend. Ziehe also deinen Finger sanft wieder heraus. Solltest du ejakuliert haben, warte einen Augenblick, bevor du deinen Finger herausziehst. Die Schliessmuskeln kontrahieren ganz natürlich (was du vielleicht beim Orgasmus auch gemerkt hast), wenn du abspritzt, gib ihnen also die Möglichkeit, sich wieder völlig zu entspannen. Du hast dann vielleicht auch das Gefühl, dass du abführen möchtest - das ist ein ganz normaler Reflex. Doch das ist sehr wahrscheinlich ein falscher Eindruck, denn die Tatsache, dass dein Rektum gedehnt wurde, vermittelt deinem Gehirn die Empfindung, dass das Rektum mit Stuhl gefüllt sein muss, was aber gar nicht der Fall ist. Dies zu wissen, kann dir nach einer Weile dabei helfen, diese »Nachricht« richtig einzuordnen und zu übergehen. Mit jedem Versuch wirst du dich ein bisschen besser mit deinen Empfindungen fühlen und, was wichtiger ist, auch mit dem, was du empfindest.

Ein Stück weiter
Wenn du dich bis jetzt ganz wohl dabei gefühlt hast, wie weit du gegangen bist (bei einigen dauert es Tage, bei einigen Wochen), möchtest du vielleicht dann noch ein bisschen mehr probieren und zwei Finger einführen. Oder du möchtest einen Dildo benutzen. Am besten nimmst du einen flexiblen Dildo, der bei der Dehnung deines Rektums etwas nachgibt. Wie beim Penis gibt es Dildos in vielen verschiedenen Grössen und Formen. Wenn du also gerade erst anfängst, dann kaufe nicht einen, den du dir wünschst aufzunehmen, sondern einen, von dem du weisst, dass du ihn wahrscheinlich aufnehmen kannst. In einem Sexshop gekauft, ist es oft so, dass viele Männer mit einem viel zu grossen Dildo nach Hause kommen - was einerseits dem Ehrgeiz zuzuschreiben ist und andererseits dem Wunsch, sich nicht vor dem Verkäufer zu blamieren und als Anfänger dazustehen. Es sollte aber eher so sein, dass man sich wohlfühlt und sich langsam zu einer Grösse vorarbeitet, mit der man glücklich ist. Fang nicht zu weit oben auf der Skala an, dann musst du nur in den Laden zurück und einen kleineren kaufen (ein Umtausch ist sehr wahrscheinlich nicht drin!). Viele Männer ziehen es daher vor, Dildos in Internet-Sexshops zu kaufen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du einen Dildo kaufen, der ungefähr die Grösse deines eigenen Penis hat oder etwas kleiner ist. Du kannst es natürlich auch mit einem passenden Gemüse versuchen, doch das ist oft zu hart (und zu kalt) und es fehlt das dickere Ende, das einen Dildo davon abhält in deinem Anus zu verschwinden.

Wahrscheinlich musst du dir hierfür eine neue Position überlegen. Gut ist jede Position, in der deine Beine nach oben ragen - beispielsweise, wenn du mit angezogenen Beinen hockst oder auf der Seite liegst. Der natürlichen Krümmung deines Rektums wird dabei entgegengewirkt. Versuch dich zu entspannen - hier geht es um Spass und nicht um Pflicht. Ausserdem ist es viel angenehmer und macht mehr Spass, wenn du erregt bist, versuch also vorher, dich ein bisschen heiss zu machen.

Benutze viel Gleitcreme! Presse den Dildo sanft gegen deinen Anus und lasse zunächst nur die Spitze hineingleiten. In deinem Anus wirst du den Widerstand des inneren Schliessmuskels spüren, so wie schon vorher. Sei geduldig und atme ruhig. Du kannst auch deine Beckenbodenmuskulatur etwas herunterdrücken, so als ob du deinen Darm entleerst, das wird den inneren Schliessmuskel leichter öffnen. Halte den Dildo etwas gedrückt, nach einer gewissen Zeit spürst du, wie sich der innere Schliessmuskel entspannt und der Dildo in dich hineingleiten wird. Dieser Moment kann unter Umständen etwas unangenehm wirken, sollte aber nicht schmerzhaft sein. In diesem Fall, höre besser auf.
Vergiss nicht, dass dein unteres Rektum keine gerade Röhre ist. Es ist zunächst gerade, krümmt sich aber nach ein paar Zentimetern nach hinten. Wie bereits früher beschrieben, liegt das an der puborektalen Muskelschlinge, die dein Rektum krümmt. Mit angezogenen Beinen zu hocken oder auf der Seite zu liegen, hat schon geholfen, der Krümmung deines Rektums entgegenzuwirken. Wenn du jetzt den Dildo ein paar Zentimeter eingeführt hast, versuche den Winkel dann nach hinten zu verlagern, sodass er die Krümmung bewältigen kann. Lass dir Zeit und atme regelmässig. Wenn du Schmerzen verspürst, dann hast du die Muskelschlinge berührt, halte ein, ziehe den Dildo etwas zurück und versuche es in einem anderen Winkel.
Wenn sich der Dildo in deinem Inneren gut anfühlt, bewege ihn vorsichtig vor und zurück. Wenn du dich dabei wohlfühlst, erhöhe das Tempo leicht. Du soütest ein tiefes Lustgefühl verspüren, wenn deine Prostata stimuliert wird. Die Erfahrung ist vielleicht etwas seltsam. Doch viele Männer fühlen sich dabei ziemlich high, du kannst auch richtig geü werden. Wenn du Lust dazu hast, kannst du masturbieren - dein Orgasmus wird wahrscheinlich etwas intensiver ausfallen. Und noch ein bisschen mehr

Tipps für Tops
Hier geht es nicht darum, ihn nur reinzustecken und loszuhämmern!
Sprich mit ihm: Ihr müsst euch nicht gross unterhalten, aber frag ihn, ob es ihm gefällt, was du tust. Regel Nummer eins bei gutem Sex. Es ist auch entscheidend, ihn wissen zu lassen, dass du Vergnügen an seinem Arsch hast - es muss ja nicht wie in einem Porno klingen, aber im richtigen Moment kann ihn eine passende Bemerkung bestimmt anturnen. Vergiss nicht, dass Analsex schmerzhaft sein und sogar Verletzungen hervorrufen kann. Achte in seinem Gesichtsausdruck auf Anzeichen des Unwohlseins.
Bereite ihn zunächst vor: Benutze deine Finger. Schieb einen oder mehrere Finger in deinen Partner - manche Männer lieben es. Das ist auch eine gute Methode, ihn vor dem Ficken zu entspannen. Verwende dabei genügend Gleitcreme oder benutze Latexhandschuhe und achte darauf, dass deine Fingernägel glatt gefeilt sind, da sie ansonsten den Anus verletzen können. Versuche es mit langsamen, kreisförmigen Bewegungen. Du kannst ihm zusätzliche Lust verschaffen, indem du seine Prostata massierst.

Tipps für Bottoms
Es geht nicht nur darum, mit dem Gesicht nach unten zu liegen und den Hintern in die Luft zu recken...
Sprich mit ihm: Teile ihm mit, was in deinem Körper vorgeht - was du magst und was nicht. Dein Gesicht stimmt nicht immer mit dem überein, was du fühlst, also gib ihm ein paar Hinweise. Feedback ist für den Top ganz wichtig. Er will wissen, dass du es geniesst und mehr willst. Dadurch kann es nur besser werden. Wenn du Schmerzen verspürst, solltest du es ihm sofort sagen, sodass er langsamer machen oder aufhören kann.
Aufnehmen: Atme aus, wenn er seinen Penis einführt und konzentriere dich auf die Entspannung. Du kannst auch etwas dagegendrücken, um den Schliessmuskel zu entspannen, so als ob du deinen Darm entleerst. Gib dem inneren Schliessmuskel Zeit, sich zu entspannen - und nimm eine Position ein, bei der sich das Rektum natürlich gerade ausrichten kann. Du kannst seinen Schwanz auch etwas mehr in Richtung deines Rückens dirigieren, wenn er tiefer eindringt. Dadurch vermeidest du die Schmerzen, die entstehen, wenn er die Muskelschlinge berührt, die die Krümmung des Rektums verursacht.
Hände weg von deinem Schwanz: Du hast vielleicht Lust, mit deinem Schwanz zu spielen, aber mach es besser nicht. Wenn du wichst, verspannt sich dein Schliessmuskel - das Letzte, was du in diesem Moment möchtest.

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