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(c) by SPOT 25 and AHS Switzerlan

Im Alten Testament findet man im 3. Buch Moses folgende Bestimmung: «Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist und sollen beide des Todes sein.» Hierin liegt das Motiv für die jüdische Ächtung der Homosexualität, welche das Christentum ohne Kritik einfach so übernahm.
Jesus Christus hat sich nie zum Thema Homosexualität geäussert, auf alle Fälle findet man im Neuen Testament keine dementsprechende Aussage. Die Homosexualität regelrecht verteufelt hat hingegen ein Gefolgsmann Jesus, der Apostel Paulus. In einem seiner Briefe die an die Römer gerichtet waren, forderte er die Gläubigen auf, dem 'unnatürlichen Gebrauch' abzusagen und 'gegen die Schande' zu kämpfen.

Ab dem Ende des 3. Jahrhunderts galt gleichgeschlechtliche Liebe unter Männern als strafbar und wurde mit dem Feuertod bestraft. Sie wurde im Mittelalter mit Ketzerei, Teufelsbeschwörung, Sodomie, Hexerei und schwarzer Magie gleichgestellt. Die gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen nahm man(n) nicht ernst und schenkte ihr keine Beachtung. Wurde eine Frau doch einmal bei homosexuellen Handlungen ertappt, so wurde sie als Hexe verbrannt.

Die Zeit der Renaissance brachte eine neue Geisteshaltung. Neu stand nicht mehr die Kirche und das Göttliche im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Es entstand beim Bürgertum eine freizügigere Haltung gegenüber der Homosexualität, wahrscheinlich auch deshalb, weil viele namhafte Künstler (z.B. Botticelli, Donatello, Michelangelo und Leonardo da Vinci) homosexuelle Neigungen hatten. So sagte Papst Paul III., dass Künstler nicht den gleichen Gesetzen unterworfen werden können.

Homosexuelle Menschen gibt es, soweit wir wissen, seitdem sich Menschen zu kulturellen Gruppen zusammenschlossen.
Die ältesten Informationen zum Thema Homosexualität reichen bis in die griechische Antike zurück. In der griechischen Mythologie findet man zahlreiche homosexuelle Episoden. Die bekannteste ist wohl der Raub des Ganymed. Dieser junge Hirte war so schön, dass ihn Zeus von einem Adler entführen liess, damit ihm der Junge als persönlicher Diener dienen sollte. Diese mythologischen Geschichten und ihre Götter waren nichts anderes als ein Spiegelbild der tatsächlichen Verhältnisse in Griechenland um 500 v. Ch. Den Griechen waren gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht fremd. Es war sogar gang und gäbe, dass Söhne aus wohlhabenden Familien mit einem älteren, angesehenen Mann zusammenlebten.
Auch bei den Römern war die gleichgeschlechtliche Beziehung verbreitet. Die angesehenen Herren der Aristokratie vergnügten sich gerne mit sog. Lustsklaven. Anders als bei den Griechen ging es den Römern weniger um die Liebe als ums Liebe machen.

Zu Beginn des 4. Jahrhunderts erklärte der römische Kaiser Konstantin der Grosse das Christentum zur römischen Staatsreligion. Für die Homosexuellen beiderlei Geschlechts begann eine schlimme Zeit.
Das Christentum sieht die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau als Wiederholung des göttlichen Schöpfungsaktes. Somit ist die Zeugung neuen Lebens wichtiger als die Lust.

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